Gfällhütte

Die Verwirklichung eines Traums


Die Gfällhütte wurde 1833 am Fuße des Rachels erbaut. Sie diente bis zur Gründung des Nationalparks im Jahr 1970 als Jagdhütte für Förster. Im Zuge von Renaturierungsmaßnahmen der Nationalparkverwaltung musste die Hütte aus dem Kerngebiet des Nationalparks entfernt werden. Um das historische Holzhaus vor der Zerstörung zu bewahren, habe ich darum gebeten, es abtragen und auf meinem Grund wieder aufzubauen zu dürfen. Die Nationalparkverwaltung war damit einverstanden und so begann eine lange und anstrengende, aber sehr erfüllende Bauzeit. 

Zunächst musste die Hütte komplett ausgeräumt und für den Abtransport vorbereitet werden. Dies habe ich weitgehend alleine und aufgrund der Hinterlassenschaften diverser Nagetiere nicht ohne gesundheitliche Risiken durchgeführt. Im August 2012 war die Hütte bereit zum Transport. Die durchnummerierten Balken wurden mithilfe eines Fachmanns und freiwilliger Helfer abgetragen und zu unserem Hof transportiert. Angesichts des abgeladenen Holzhaufens hätte mich dann beinahe der Mut verlassen.

Mit der Unterstützung durch einen gewieften Zimmerer und einen erfahrenen Maurer der alten Schule begann der Wiederaufbau. Als die Grundmauer stand und die ersten Balken gelegt waren, ging es mit der Hilfe eines guten Freundes in teils mühevoller Kleinarbeit weiter.

Mein Anliegen war es, das Holzhaus möglichst originalgetreu im alten Stil, mit historischen Materialien und alten Handwerkstechniken wieder aufzubauen bzw. auf den Stand vor der Renovierung 1970 zurückzusetzen. Besonders fasziniert hat mich die Tatsache, dass das 1833 beim Bau verwendete Holz bereits 400 Jahre alt war. 

Die Rekonstruktion und Restaurierung erforderten spannende Nachforschungen, viel Ausprobieren und teilweise schlafraubende Grübeleien. Es gab Erfolgserlebnisse und Rückschläge, aber im Endeffekt nichts, was sich nicht durch Beharrlichkeit und Improvisation lösen ließ. 

Mit meinen genauen Vorstellungen und meiner Liebe zum Detail habe ich so manchen (fast) zur Verzweiflung getrieben. Natürlich mussten auch ersteinmal Unmengen von Einrichtungsgegenständen (z.B. Möbel, Lampen, Bakelit-Steckdosen, alte Bilder – die Aufzählung würde lange kein Ende nehmen) gesucht und erworben werden, um dann durch Ausprobieren herauszufinden, was am besten passt. Die Wohnung wurde zum Antiquitätenlager. Sprechen Sie meine Frau lieber nicht darauf an.

Nach 8 Jahren Bauzeit spricht das Ergebnis für sich. Die Hütte ist mein Schatzkästchen, in das ich viel Zeit und Herzblut gesteckt habe. Nun möchte ich Ihnen die Möglichkeit geben, die Atmosphäre des liebevoll gestalteten Holzhauses zu genießen und einen schönen Urlaub bei uns zu verbringen. Ich freue mich auf Ihren Besuch.